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Projekt

Herausforderungen der heutigen Zeit in Schulen

Die Schüler:innen stehen vor enormen Herausforderungen, insbesondere im Spannungsfeld der Pubertät, einer Phase, in der alles im Wandel ist und nichts mehr sicher scheint. Die Pubertät entspricht einer tragischen Multikrise. Sie ist wegweisend für das Leben eines Menschen und kann, wenn sie „richtig” begleitet wird, zu wahrer Resilienz führen. In dieser sensiblen Phase sind Schüler:innen auf allen Ebenen verletzlich: körperlich, psychisch und mental. Dazu kommt noch die persönliche Biografie mit dem eigenen sozialen Umfeld, sowie der (wirtschaftliche) Zeitbezug, in dem man aufwächst. Alle diese Herausforderungen gab es bisher zu jeder Zeit.

Was ist heutzutage anders?

Schüler:innen haben gerade in der heutigen Zeit Schwierigkeiten mit ihrem Selbstwert und dem Start ins Leben. Der Grund ist die Digitalisierung mit den sozialen Medien, Spielen und virtuellen Welten.
Spannungsfeld zwischen zwei Welten
 
Seit der Verbreitung des Smartphones steht die junge Generation im Spannungsfeld zwischen zwei Welten:
  • der echten Welt mit ihren Anforderungen und Herausforderungen
  • der virtuellen Welt mit ihren Freuden
Sie müssen beide Welten bedienen, fühlen sich jedoch enorm zum digitalen hingezogen. Sie sollen in beiden Welten leben, haben im Vergleich zu unserem Aufwachsen in nur einer Welt nicht doppelt so viel Zeit zur Verfügung. Ihre Entscheidungen basieren oft auf Sympathie und Antipathie. Sie urteilen meist noch ohne Sinnbezug zum Leben, seinen Anforderungen und den eigenen Verpflichtungen, weil entwicklungsgemäß Wille, Urteilskraft, Einschätzungsvermögen, Belohnungskontrolle und Lebenserfahrung noch kaum ausgebildet sind. Sie entscheiden nach folgenden Kriterien:
  • Welche Welt macht Spaß und ist leicht und unbeschwert?
  • Was machen meine Freunde?
Mangelnde Lebenserfahrung und unreifes Urteilsvermögen trifft digitale Welt
 
Aufgrund der mangelnden Lebenserfahrung ist die Verführung sich einer Welt des Scheines zuzuwenden und dort stecken zu bleiben unheimlich groß. Sie wünschen sich eine unbeschwerte leichte Welt ohne Probleme, in der Träume und Wünsche genährt werden. Das alles finden sie in den sozialen Netzwerken und virtuellen Welten. Die Schwierigkeit ist nur, dass sie dann einerseits zu viel Zeit dort verbringen und somit die Pflichten und Anforderungen des echten Lebens leiden. Darüber hinaus entsteht ein illusionäres Bild von sich, der Welt, den Anforderungen und Rechten und Pflichten. Dies führt dazu, dass das echte Leben permanent als schwer und schwierig empfunden und abgewertet wird und somit erst recht jede freie Minute in der digitalen Welt verbracht wird.

Das Fatale daran ist, dass die reale Welt antipathisch gesehen und abgelehnt wird. Somit verstärkt sich der Wunsch nach der virtuellen Welt mit oft illusionären Zielen.
Dopaminsucht durch mangelnden Selbstwert
 
Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Schüler:innen durch die hohe Medienzeit in eine Dopaminsucht geraten. Die Abhängigkeit und die Angst etwas verpassen zu können, führt zu einem dauerhaften Online sein, welches wiederum zu einer Vernachlässigung von wichtigen, in diesem Alter zu erlernenden Kompetenzen führt (bspw. Herausforderungen zu suchen und in Verantwortung zu wachsen). Je länger man am Handy ist, desto größer die Gefahr einer Dopaminabhängigkeit. Diese Abhängigkeit zeigt sich dann ganz deutlich in einer Interessenlosigkeit und Trägheit gegenüber Aufgaben und Anforderungen, die man erfüllen sollte. Eine massive Einseitigkeit entsteht und wird gelebt. Die Schwächung der Tatkraft und des Willens sind in vollem Gange. Prokrastination, Ängste und depressive Verstimmung sind die Folge.
„Am liebsten Monatlich! Das war mit Abstand eines der inspirierendsten, offensten und ehrlichsten Gespräche die ich geführt habe. Meine Bedürfnisse und Ziele haben in der Schule dadurch wirklich Raum gefunden. Ich habe durch dieses eine Potentialgespräch nun Dinge gemerkt und festgestellt an denen ich mit Spaß arbeiten werde. 10/10” - Schülerin

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